Auralisation

Institut für Technische Akustik - RWTH Aachen

Die Aufgabe des Instituts für Technische Akustik der RWTH Aachen ist es, potentielle Hindernisse mit Hilfe von Binauraltechnik für den Blinden hörbar zu machen. Hierbei wird auf die Daten der Bildverarbeitung zurückgegriffen, um die Objekte als Punktschallquellen zu auralisieren. Das bedeutet für den Blinden eine dreidimensionale Wiedergabe der Objekte über die Kopfhörer. Mit Unterstützung von der Firma Sennheiser wird dazu ein passender Kopfhörer ausgewählt, der sowohl den Ansprüchen der binauralen Wiedergabe als auch denen der Blinden entspricht. Um die Objekte positionsrichtig wiederzugeben, ist es notwendig auf die Geometrie des Kopfes der Blinden einzugehen, da jeder Kopf und jedes Ohr eine eigene Form besitzt. Die Kopf- und Ohrgeometrie beeinflusst das Richtungshören und somit die Lokalisationsfähigkeit der Blinden, die entsprechende Objekte orten zu können. Dazu werden in diesem Projekt Ansätze und Modelle entwickelt, die eine schnelle Adaption der Kopfform und Außenohrübertragungsfunktion gewährleisten und so eine bessere binaurale Wiedergabe ermöglichen.

Binauraltechnologie mittels der Außenohrübertragsungsfunktion des Kunstkopfs.
© ITA, RWTH Aachen

Messungen und Hörversuche im reflexionsfreien Raum zur Beurteilung der Kopfhörer.
© ITA, RWTH Aachen

Gemessene Außenohrübertragungsfunktion eines Kunstkopfes. Diese wurden mit anderen Übertragungsfunktionen von Probanden verglichen, sodass daraus entsprechende Anpassung Modelle für die Außenohrübertragungsfunktion abgeleitet werden konnten.
© Fels, 2008